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Welt·10. Oktober 2026

Mindestens zwölf Tote bei Huthi-Angriff auf Flughafen von Riad

Ein Huthi-Raketenangriff auf den Flughafen von Riad tötet mindestens zwölf Menschen und verletzt 309 weitere, während US-Präsident Trump ein Eingreifen erwägt.

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  • Erneuter Angriff auf den Flughafen von Riad legt den Betrieb lahm

Zum dritten Mal innerhalb einer Woche ist der internationale Flughafen King Khalid in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen worden. Bei der Attacke am Samstag starben nach Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde mindestens zwölf Menschen, 309 weitere wurden verletzt. Der Flugbetrieb wurde eingestellt, Maschinen wurden umgeleitet oder gestrichen.

Hinter dem Beschuss steht nach Darstellung aus Diplomatenkreisen die jemenitische Huthi-Miliz, die eine Rakete auf den Flughafen abfeuerte. Die vom Iran unterstützten Huthi kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die international anerkannte Regierung des Jemen, die wiederum von Saudi-Arabien gestützt wird. Zuletzt verschärften die Rebellen ihre Angriffe auf das Königreich und übernahmen die Verantwortung für die beiden vorangegangenen Attacken. Bereits am Donnerstag waren bei einem Raketenangriff drei Menschen getötet worden.

Unter den zwölf Todesopfern waren vier Saudis und acht Ausländer, darunter ein US-Bürger sowie Menschen aus Bangladesch, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und ein Palästinenser. Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf Quellen, die Terminals 3 und 4 seien durch direkte Raketentreffer schwer beschädigt worden, ein Teil des Daches sei auf Menschen gestürzt. Daraufhin riet das Auswärtige Amt in Berlin ebenso wie die Regierungen der USA, Großbritanniens und Kanadas von der Nutzung des Flughafens ab.

US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben, Saudi-Arabien zu helfen, ließ aber offen, wie ein solches Eingreifen aussehen könnte. Der Flughafen soll bis zum Ende des Sonntags geschlossen bleiben. Ob die Huthi den jüngsten Angriff offiziell für sich reklamieren, blieb zunächst offen.

Perspektiven

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Jede Reaktion wirkt zugleich auf den fragilen Jemen-Krieg, den Ölmarkt und das Verhältnis zwischen Iran und den Golfstaaten. Eine harte Vergeltung kann die Huthi-Angriffe eher anheizen als stoppen, wie der Kriegsverlauf seit 2015 zeigt. Wer nur das unmittelbare Ziel sieht, übersieht die Kettenreaktionen in der gesamten Region.

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