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Welt·10. Oktober 2026

Erneuter Angriff auf den Flughafen von Riad legt den Betrieb lahm

Ein mutmaßlich von den Huthi abgefeuerter Angriff trifft erneut den Flughafen von Riad und verletzt Dutzende, zwei Tage nach drei Toten.

Der internationale Flughafen King Khalid in Riad ist am Samstagnachmittag erneut angegriffen worden. Die saudische Luftfahrtbehörde stellte den Betrieb ein, um Schäden zu prüfen und Sicherheitskontrollen durchzuführen. Nach Angaben eines Krankenhauses wurden Dutzende Menschen verletzt, mindestens fünf mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

Die proiranische Huthi-Miliz kontrolliert große Teile des Nordjemen. Saudi-Arabien führt dort seit 2015 eine Militärkoalition gegen sie. King Khalid ist der wichtigste Flughafen des Landes und war bereits in der vergangenen Woche mehrfach Ziel von Angriffen. Erst zwei Tage zuvor waren bei einem von den Huthi beanspruchten Angriff drei Saudis getötet und ein Flugzeug beschädigt worden.

Nach Darstellung diplomatischer Kreise feuerte die Miliz gegen 15.00 Uhr Ortszeit eine Rakete auf den Flughafen. Augenzeugen berichteten von einer Explosion und von mehr als einem Dutzend Rettungswagen. Zum Angriff vom Samstag bekannten sich die Huthi zunächst nicht, die Zuschreibung stützt sich auf diplomatische Quellen. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass sollte der Flughafen vorsorglich bis Mitternacht Ortszeit geschlossen bleiben.

Als Reaktion rieten das Auswärtige Amt in Berlin sowie die USA, Großbritannien und Kanada von einer Nutzung des Flughafens ab. Die genaue Zahl der Verletzten blieb zunächst offen. Ob die Angriffsserie auf die saudische Hauptstadt anhält, ist nicht absehbar.

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