
Foto: n-tv
Mindestens zwölf Tote bei Huthi-Angriff auf Flughafen von Riad
Warum die saudische Luftabwehr, die in der Vergangenheit zahlreiche Angriffe abfing, drei Attacken binnen einer Woche nicht verhindern konnte, erklärt keine der Quellen. Auch ein offizielles Bekenntnis der Huthi zu diesem konkreten Angriff fehlt bislang, die Zuschreibung stützt sich allein auf Diplomatenkreise.
Die vom Iran unterstützten Huthi kontrollieren große Teile des Nordjemen und führen seit Jahren Raketen- und Drohnenangriffe gegen Saudi-Arabien, das eine Militärkoalition gegen sie anführt. King Khalid ist einer der größten Flughäfen der arabischen Halbinsel und ein zentrales Drehkreuz des internationalen Luftverkehrs in der Golfregion.
2019 trafen Huthi-Drohnen die saudische Ölanlage Abqaiq und legten zeitweise die Hälfte der Ölförderung des Königreichs lahm. Damals galt die Energieinfrastruktur als verwundbarster Punkt. Ob sich das Ziel nun bewusst von der Ölwirtschaft hin zur zivilen Luftfahrt verlagert, lässt sich noch nicht sagen, auffällig ist die Verschiebung aber allemal.