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Wirtschaft·26. Oktober 2026

Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an

Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten eine freiwillige Abfindung an und steckt zugleich bis zu 145 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren.

Microsoft verkleinert seine Belegschaft erneut, diesmal auf freiwilliger Basis. Der Konzern hat rund 60.000 Beschäftigten angeboten, gegen eine Abfindung auszuscheiden. Das sind gut ein Viertel der etwa 223.000 Menschen, die Ende Juni für das Unternehmen arbeiteten.

Der Schritt reiht sich in eine Serie von Einschnitten ein. Im April hatte Microsoft rund 8.600 Mitarbeitern im Rentenalter einen vorzeitigen Ruhestand angeboten, mehr als 30 Prozent nahmen an. Im Sommer folgte die Streichung von etwa 4.800 Stellen. Gleichzeitig verdoppelt der Konzern beinahe seine Investitionen in KI-Infrastruktur auf 130 bis 145 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Auch Google und Meta bauen ihre Rechenkapazitäten aus und versuchen zugleich, Personal abzubauen.

Berechtigt sind laut einer Mitteilung von Personalchefin Amy Coleman Beschäftigte bis zur Ebene der Vizepräsidenten in ausgewählten Bereichen. Nach Angaben von Bloomberg gehören dazu Xbox, Windows, Copilot und die Finanzabteilung. Ausgenommen sind dagegen die Rechenzentren sowie Vertrieb und Marketing. Coleman nannte das Programm „neu für uns“ und kündigte an, daraus lernen zu wollen. Die Konditionen sollen sich an der üblichen Abfindung des Konzerns orientieren. Deutschland gehört nicht zu den vier genannten Ländern.

Offen bleibt, wie viele Beschäftigte das Angebot tatsächlich annehmen. Microsoft selbst rechnet laut Bloomberg und Geekwire mit einer deutlich geringeren Quote als beim Vorruhestandsprogramm. Mitgründer Bill Gates hatte im August davor gewarnt, dass künstliche Intelligenz vor allem jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschweren werde.

Perspektiven

Fünf Blickwinkel auf dieselbe Nachricht — tippe dich durch.

Ein Konzern mit Rekordinvestitionen und schrumpfender Belegschaft stellt die Frage, wer vom KI-Boom profitiert, ganz konkret. Die bis zu 145 Milliarden Dollar fließen in Chips und Gebäude, die vergleichsweise wenige Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig sichert diese Investition die Zukunft der verbleibenden Stellen, und genau dieser Zusammenhang macht schnelle Urteile schwierig.

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