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Russische Gleitbomben töten mindestens 20 Menschen in Saporischschja
Russische Gleitbomben töten in Saporischschja mindestens 20 Menschen, darunter drei Kinder, kurz nach der Lockerung der US-Dieselsanktionen.
Fünf Gleitbomben trafen am Samstagmorgen Wohnviertel im südostukrainischen Saporischschja. Mindestens 20 Menschen starben, darunter drei Kinder. 16 weitere wurden verletzt, nach anderen Angaben bis zu 32.
Saporischschja zählt mehr als 700.000 Einwohner und liegt nur etwa 16 Kilometer von der Front entfernt. Drohnen und Raketen treffen die Stadt regelmäßig. Diesmal zerstörten die Bomben nach Darstellung der Behörden ein Wohnhaus bis auf das Erdgeschoss. "Der Boden wurde getroffen, und die Stockwerke darüber stürzten einfach ein", sagte die amtierende Bürgermeisterin Regina Kharchenko im ukrainischen Fernsehen.
Mehr als 80 Rettungskräfte suchten nach Verschütteten, die Arbeiten sollten den ganzen Tag dauern. Präsident Selenskyj schrieb, der Angriff sei Russlands "Dank" für die am Vorabend von US-Präsident Trump angekündigte Lockerung der Sanktionen auf russische Dieselexporte. In derselben Nacht seien 13 weitere Regionen angegriffen worden, auch Energieanlagen in Kiew. Das zeige, dass Russland "jede Lockerung des Drucks als Signal versteht, weiterkämpfen zu können".
Ob die Zahl der Opfer weiter steigt, hängt von der Suche in den Trümmern ab. Selenskyj forderte, die Signale an Moskau müssten korrigiert werden.
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Jede Lockerung des Drucks auf Moskau wirkt zugleich als Signal an die Kriegsführung. Die Diesel-Entscheidung sollte westliche Spritpreise senken, traf aber auf einen Gegner, der sie als Freibrief deutete. Einfache Hebel in einem verflochtenen Konflikt erzeugen Folgen, die weit von der ursprünglichen Absicht entfernt liegen.