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Welt·10. Oktober 2026

Trump setzt Sanktionen gegen russischen Diesel aus und fordert Ablösung Selenskyjs

Trump setzt die Sanktionen gegen russischen Diesel aus und fordert nach Selenskyjs Kritik einen neuen Präsidenten für die Ukraine.

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag auf Truth Social angekündigt, dass die USA und der Weltmarkt umgehend große Mengen russischen Diesel erhalten. Dafür setzte er die Sanktionen gegen Russlands Energiesektor für sechs Monate aus. Einen Tag später forderte er öffentlich einen neuen Präsidenten für die Ukraine.

Die USA hatten die Sanktionen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine verhängt. Diesel ist weltweit knapp, weil beide Kriegsparteien seit Wochen gegenseitig Raffinerien und Energieanlagen beschießen. Wenige Wochen vor den Kongresswahlen setzen stark gestiegene Spritpreise Trump und die Republikaner unter Druck. Selenskyj nannte die Vereinbarung ein Geschenk an Putin.

Konkret sollen laut Trump sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel bereitstehen, im November weitere 500.000 Tonnen und danach mehrere Millionen Tonnen. Nach Angaben der russischen Regierung hob Moskau sein Exportverbot zum 10. Oktober teilweise auf und gab zunächst 500.000 Tonnen frei. Trump sagte über Selenskyj: "Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt." Er warf ihm vor, den Krieg mehrfach nicht beendet und trotz Warnungen russische Raffinerien angegriffen zu haben. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, russische Angriffe hätten binnen zwei Tagen über 80 Zivilisten getötet, und kündigte für Montag das 22. Sanktionspaket an.

Die EU-Außenminister wollen die neuen Strafmaßnahmen am Montag beschließen. Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner könnten nach Darstellung von Beteiligten in den kommenden zwei Wochen nach Moskau reisen. Ob der Deal die Spritpreise in den USA tatsächlich senkt, ist offen, die Dieselfutures gaben nach der Ankündigung nur leicht nach.

Perspektiven

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Jede Option kostet etwas, und genau das macht die Lage so schwer auflösbar. Harte Sanktionen treiben die Preise im eigenen Land, ihre Lockerung spült Geld in die Kriegskasse des Gegners. Der globale Dieselmarkt verbindet beide Effekte so eng, dass eine saubere Lösung nicht existiert.

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