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Foto: New York Times

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Welt·14. September 2026

Okinawa: Konservativer Genta Koja gewinnt Gouverneurswahl

Der Konservative Genta Koja gewinnt mit 59 Prozent die Gouverneurswahl auf Okinawa und löst den Gegner des US-Truppenausbaus, Denny Tamaki, ab.

Der konservative Kandidat Genta Koja hat die Gouverneurswahl in der japanischen Präfektur Okinawa gewonnen. Nach amtlichen Angaben entfielen 59 Prozent der Stimmen auf ihn. Damit löst er den zweifachen Amtsinhaber Denny Tamaki ab, der bei der Abstimmung am Sonntag unterlag.

Okinawa trägt seit Jahrzehnten die Hauptlast der amerikanischen Truppenpräsenz in Japan. Tamaki hatte sein Amt zu einer Bühne des Widerstands gemacht und wiederholt die Verlegung eines großen US-Stützpunkts aus der Präfektur verlangt. Sein Kurs stand damit gegen die Linie der Zentralregierung in Tokio, die den Ausbau der Basen im Süden vorantreibt. Kojas Sieg könnte diese jahrelange Blockade nun beenden.

Der neue Gouverneur wird vom japanischen Regierungschef unterstützt. Im Wahlkampf standen die Sorge vor Chinas wachsender Macht und die wirtschaftliche Lage der Insel im Vordergrund. Okinawa liegt nur wenige hundert Kilometer von Taiwan entfernt und rückt damit ins Zentrum der Verteidigungsplanung. Tamaki hatte zwei Amtszeiten lang die Interessen der Inselbevölkerung gegen die Militärpläne verteidigt. Mit 59 Prozent fiel das Ergebnis für Koja deutlich aus.

Offen bleibt, wie konsequent Koja den Ausbau der Stützpunkte tatsächlich mitträgt. Die Verlegung des Stützpunkts Futenma an den Küstenabschnitt Henoko beschäftigt die Insel seit Jahren. Ob der Regierungswechsel in Naha den Streit beruhigt oder neu entfacht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Perspektiven

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Okinawa muss zwei berechtigte Interessen zugleich bedienen, die sich schwer vereinbaren lassen. Die Nähe zu Taiwan macht die Insel strategisch unverzichtbar, doch dieselbe Lage macht sie im Ernstfall zum ersten Ziel. Wer nur Sicherheit oder nur lokale Autonomie betont, blendet die jeweils andere Hälfte des Dilemmas aus.

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