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Welt·15. September 2026

Russische Fregatte feuert Leuchtraketen auf dänischen Militärhubschrauber

Ein russisches Kriegsschiff feuerte vor Dänemark Leuchtraketen auf einen Militärhubschrauber ab und verfehlte ihn nur knapp.

Ein russisches Kriegsschiff hat am Montag vor der dänischen Küste zwei Leuchtraketen in Richtung eines Militärhubschraubers der dänischen Luftwaffe abgefeuert. Einer der pyrotechnischen Leuchtkörper verfehlte den Helikopter vom Typ Fennec nur knapp. Der Vorfall ereignete sich in internationalen Gewässern vor Gedser an der Südspitze der Insel Falster, wie aus einem Bericht der dänischen Küstenwache hervorgeht.

Dänemark gehört zur Ostflanke der NATO, an der sich die Spannungen mit Russland zuletzt häuften. Erst am Wochenende hatten russische Drohnen Ziele in der Westukraine unmittelbar an der Grenze zu Polen getroffen. Eine Drohne schlug nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk in einen Personenzug auf der Strecke zwischen Kiew und Warschau ein. Polen ließ daraufhin Kampfflugzeuge aufsteigen.

Nach Angaben der dänischen Streitkräfte befand sich der Fennec auf einem routinemäßigen Patrouillenflug und fotografierte die russische Fregatte, als das Schiff die beiden Leuchtkörper abfeuerte. Verletzt wurde niemand, auch der Hubschrauber blieb unbeschädigt. Verteidigungsminister Jeppe Bruus nannte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau ernst und bezeichnete das Vorgehen der Besatzung als höchst unprofessionell. Er wertete den Zwischenfall als Zeichen dafür, dass Russland zu größeren Risiken bereit sei. Kopenhagen bestellte daraufhin den russischen Botschafter ein.

Außenminister Lars Løkke Rasmussen will den russischen Vertreter zu einem Gespräch bitten, einen Termin nannte das Außenministerium zunächst nicht. Weitere unmittelbare Maßnahmen stellten dänische Regierungsvertreter nicht in Aussicht. An seinen Überwachungsmissionen in Nord- und Ostsee will Dänemark ausdrücklich festhalten.

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Jede Reaktion bewegt sich zwischen zwei Fehlern: zu schwach wirkt wie Duldung, zu hart riskiert eine Spirale, die niemand mehr steuert. Leuchtraketen ohne Schaden sind rechtlich kein Angriff, politisch aber nicht folgenlos. Genau in dieser Grauzone testet Russland, wo die Grenzen der Bündnispartner verlaufen.

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