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Foto: Tagesspiegel

Inland·10. September 2026

Bundesweiter Warntag testet Sirenen, Cell Broadcast und Warn-Apps

Beim bundesweiten Warntag lösen Bund und Länder um 11.00 Uhr Sirenen, Cell Broadcast und die Warn-Apps Nina und Katwarn aus, die Entwarnung folgt um 11.45 Uhr.

Um 11.00 Uhr haben Bund, Länder und Kommunen am Donnerstag den bundesweiten Warntag ausgelöst. Über Sirenen, das Cell-Broadcast-System und die Warn-Apps Nina und Katwarn erreichte der Probealarm Millionen Menschen. Die Entwarnung war für 11.45 Uhr vorgesehen.

Der Warntag findet jährlich statt und prüft, ob die Behörden die Bevölkerung im Ernstfall erreichen. Gedacht ist er für Naturkatastrophen, aber auch für den Fall eines militärischen Angriffs. Cell Broadcast, das Warnungen ohne vorherige App-Installation an alle Handys im Sendegebiet schickt, wurde in Deutschland als Konsequenz aus der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 eingeführt.

So aktuell wie in diesem Jahr war der Warntag laut Bericht selten. Fachleute stufen die Bedrohungslage als hoch ein. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verwies auf Drohnen über Kasernen und Industrieanlagen sowie auf abgewehrte Hackerangriffe gegen Energieversorger. Es sei jederzeit mit dem Risiko von Anschlägen zu rechnen, sagte der CSU-Politiker. Allein Hamburg verfügt über 205 Sirenen.

Ob die Warnung tatsächlich alle Haushalte erreichte, zeigt sich erst in der Auswertung der kommenden Tage. Der Warntag soll Schwachstellen offenlegen, bevor der Ernstfall eintritt. Aus den Rückmeldungen leiten Bund und Länder ab, wo Sirenen und Meldewege nachgerüstet werden müssen.

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Was fehlt

Wie viele Menschen die Warnung tatsächlich erreicht und wie viele Sirenen bundesweit noch einsatzbereit sind, nennen die Quellen nicht.

Redaktionelle Einordnung

Der Warntag prüft die gesamte Warnkette von Bund, Ländern und Kommunen. Cell Broadcast, das Warnmeldungen ohne App an alle Mobiltelefone im Sendegebiet schickt, wurde in Deutschland als Konsequenz aus der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 eingeführt.