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USA fliegen elfte Nacht Angriffe auf Iran – erstmals wieder Explosionen in Teheran
Die USA greifen den Iran zum elften Mal in Folge an, und erstmals seit Wochen ist auch in Teheran wieder die Flugabwehr aktiv.
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Zum elften Mal in Folge hat das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch Ziele im Iran bombardiert. Erstmals seit Wochen war dabei auch in Teheran wieder die Flugabwehr aktiv. In der Millionenmetropole mit rund 15 Millionen Einwohnern berichteten Reporter von dumpfen Detonationen im Nordosten.
USA und Iran hatten im April eine Waffenruhe geschlossen, die vergangene Woche zerbrach. Auslöser ist der Streit um die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird. Centcom wirft Teheran vor, in drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Meerenge angegriffen zu haben. Die Angriffswellen sollen Irans militärische Fähigkeiten in der Region schwächen.
Nach Angaben von Centcom richteten sich die gut einstündigen Angriffe gegen Kommandozentralen, die Marine, Luftwaffenstandorte, Drohnenlager und Logistik. Explosionen wurden unter anderem aus Mahschahr, Sirik und Buschehr am Persischen Golf sowie aus Tabriz gemeldet. In Buschehr steht Irans einziges Atomkraftwerk. Kurz vor den Angriffen hatte Trump gedroht, ein als Pickaxe Mountain bekanntes Areal nahe der Atomanlage Natanz mit voller Wucht anzugreifen. Auch Kuwait aktivierte nach eigenen Angaben seine Flugabwehr.
Teheran kündigte Vergeltung an, sollten die USA seine Atomanlagen ins Visier nehmen. Zugleich sind laut Deutscher Welle Vermittler wieder aktiv, die auf eine neue Waffenruhe hinarbeiten. Ob die Ausweitung der Angriffe auf die Hauptstadt eine neue Eskalationsstufe einleitet, hängt davon ab, ob diese Vermittlung greift.
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Jede Eskalationsstufe erzeugt eine Gegenreaktion, die das nächste Problem schafft. Die USA wollen die Schifffahrt sichern, doch Angriffe auf Teheran und Atomanlagen erhöhen Teherans Anreiz zur Vergeltung. Sicherheit für Handelsschiffe und Deeskalation des Gesamtkonflikts ziehen hier in entgegengesetzte Richtungen.
Durch die Straße von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls verschifft. Jede Eskalation dort treibt die Ölpreise und trifft unmittelbar auch die europäische Energieversorgung.
Erst im April hatten beide Seiten eine Waffenruhe verkündet. Nun greifen die USA die elfte Nacht in Folge an, während gleichzeitig neue Vermittler anreisen. Reden und Bombardieren laufen parallel, ein Muster, das den Nahost-Konflikten seit Jahren eigen ist.