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Wirtschaft·9. Juni 2026

Deutsche Bank und Blantyre Capital wollen bei angeschlagenem Batteriehersteller Varta einsteigen

Die Deutsche Bank und der Investor Blantyre Capital melden beim Bundeskartellamt jeweils ueber 25 Prozent am kriselnden Batteriehersteller Varta an.

Die Deutsche Bank und der britische Finanzinvestor Blantyre Capital wollen sich beim angeschlagenen Batteriehersteller Varta beteiligen. Beide meldeten beim Bundeskartellamt den Erwerb von Minderheitsbeteiligungen von jeweils mehr als 25 Prozent zur Pruefung an, wie die Bonner Wettbewerbshueter mitteilten.

Varta gehoerte einst zu den Hoffnungstraegern der deutschen Batterieindustrie und belieferte unter anderem Apple mit Knopfzellen. Doch das Unternehmen aus Ellwangen geriet in eine tiefe Krise und durchlief bereits ein Restrukturierungsverfahren. Zuletzt verlor der Konzern einen Hauptkunden im Geschaeft mit Knopfzellen. Die Folge war die Aufgabe der Produktion am Standort Noerdlingen.

Konkret entfielen dort rund 350 Arbeitsplaetze. In Finanzkreisen wird die Kartellanmeldung zunaechst als rein technischer Schritt beschrieben. Sollte die Restrukturierung Vartas nicht greifen, muessten die Glaeubiger ihre Interessen wahren koennen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Darauf bereiten sie sich nun vor. Ein direkter Einstieg der Deutschen Bank wuerde das Geldhaus vom Glaeubiger zum Anteilseigner machen.

Ob die Beteiligung tatsaechlich vollzogen wird, haengt vom Verlauf der Sanierung und von der kartellrechtlichen Pruefung ab. Fuer Varta entscheidet sich damit erneut, ob das traditionsreiche Unternehmen eigenstaendig bleibt. Der naechste Schritt liegt nun beim Bundeskartellamt.

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Redaktionelle Einordnung

Varta war jahrelang Apples Lieferant fuer Knopfzellen in Kopfhoerern und galt als Vorzeigeunternehmen der deutschen Batterieindustrie, ehe ein Kursverfall und der Verlust von Grosskunden das Unternehmen 2024 in ein Sanierungsverfahren zwangen.