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Brand an zwei Schulen in Bukavu – mindestens 24 Kinder sterben
Bei einem Brand an zwei Grundschulen in der ostkongolesischen Stadt Bukavu sterben mindestens 24 Kinder, viele von ihnen auf der Flucht vor dem Feuer.
In der ostkongolesischen Millionenstadt Bukavu hat ein Feuer zwei Grundschulen und rund 300 Wohnhäuser zerstört. Mindestens 24 Kinder kamen ums Leben, die meisten von ihnen auf der Flucht vor den Flammen. Auch mehrere Erwachsene starben.
Das Feuer brach nach Angaben lokaler Behörden am Morgen in zwei Holzhäusern aus und griff im dicht bebauten Viertel Kadutu rasch um sich. Viele Gebäude dort bestehen aus Holz und Wellblech, was die Ausbreitung begünstigte. Bukavu zählt rund 800.000 Einwohner und liegt an steilen Hängen am Kivusee. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar.
Nach Angaben aus dem Umfeld erstickten Kinder oder starben in einer Massenflucht. «Ich habe zwei schwer verletzte Kinder auf meinem Motorrad in ein Krankenhaus gebracht, das aber schon überfüllt war», berichtete der Anwohner Justin Muganda. Auf dem Weg in eine andere Klinik seien sie gestorben. Der Gouverneur der Provinz Süd-Kivu sprach am Abend von 26 toten Kindern, während die Rebellenverwaltung einen vorläufigen Wert von 24 nannte. 29 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer.
Die Behörden schlossen nicht aus, dass die Opferzahl weiter steigt. Das Bildungsministerium in Kinshasa, das keine Kontrolle über Bukavu hat, sprach von einer Serie von Bränden in der Stadt und ordnete eine Untersuchung der Schulen an. Erst am vergangenen Wochenende waren in der Hauptstadt Kinshasa bei einer Massenpanik in einem Festsaal Menschen gestorben.
Wer die Schulen betrieb und ob es Brandschutzvorkehrungen gab, bleibt in allen Quellen offen. Auch eine unabhängige Bestätigung der Opferzahlen fehlt, da die Angaben getrennt von der M23-Verwaltung und der Regierung in Kinshasa stammen, ohne Zugang neutraler Stellen.
Bukavu, Hauptstadt der rohstoffreichen Provinz Süd-Kivu, wurde im Februar 2025 von der M23-Miliz erobert, die dort eine eigene Verwaltung führt; die kongolesische Zentralregierung hat keinen Zugriff auf die Stadt. In einem solchen Umfeld fehlen funktionierende Bauaufsicht, Brandschutz und Rettungsdienste, was das Ausmaß von Katastrophen wie dieser vergrößert.
Der Brand ereignet sich nur Tage nach einer tödlichen Massenpanik in einem Festsaal in der Hauptstadt Kinshasa. Zweimal binnen einer Woche sterben Menschen im Kongo nicht am Feuer selbst, sondern in der Flucht davor. Das verweist darauf, wie sehr enge Bauweise und fehlende Fluchtwege die eigentliche Gefahr sind.