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Inland·22. Juli 2026

Aserbaidschans Präsident Aliyew in Berlin – Deutschland und Baku schließen Energiepartnerschaft

Aserbaidschans Präsident Aliyew unterzeichnet bei seinem ersten Staatsbesuch in Berlin mit Kanzler Merz eine strategische Partnerschaft und sagt mehr Gas zu.

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyew ist am Dienstag zu seinem ersten Staatsbesuch nach Berlin gereist. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Bundeskanzler Friedrich Merz standen die Energieversorgung und die Handelsroute des Mittleren Korridors. Beide Seiten unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung über eine strategische Partnerschaft.

Deutschland ist nach Italien das zweite europäische Land, das ein solches Abkommen mit Aserbaidschan schließt. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine arbeitet die Bundesregierung daran, sich von Öl und Gas aus Russland zu lösen. Seit Anfang dieses Jahres fließt aserbaidschanisches Gas nach Deutschland. Vereinbart ist bislang eine jährliche Liefermenge von 1,5 Milliarden Kubikmetern.

Merz dankte Aliyew und verwies auf größere Gasmengen. „Sie schaffen für uns die Möglichkeit, größere Mengen an Gas aus Aserbaidschan zu beziehen“, sagte der Kanzler. Aliyew kündigte an, die Lieferungen bis zum kommenden Jahr auf zwei Milliarden Kubikmeter zu steigern. Zusätzlich bot er Öl an, das über eigene Quellen und die Handelssparte des Konzerns SOCAR bereitgestellt werden könne. Für den Ausbau der Infrastruktur nach Europa forderte er Geld von der EU und europäischen Banken.

Aserbaidschan liefert derzeit rund zwölf Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach Europa, vor allem nach Italien, Griechenland, Bulgarien und Ungarn. Die Verträge über höhere Mengen für Deutschland stehen noch aus. Offen bleibt, wer den Ausbau der Leitungen finanziert.

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