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Republikaner beenden ersten Midterm-Parteitag in Dallas – Vance attackiert Demokraten
Die Republikaner beendeten in Dallas ihren ersten Parteitag vor Zwischenwahlen, bei dem Vizepräsident Vance die Demokraten „Partei des Hasses“ nannte.
Die Republikaner haben in Dallas ihren zweitägigen Parteitag beendet und die Partei vollständig hinter Präsident Donald Trump versammelt. Vizepräsident JD Vance bezeichnete die Demokraten am zweiten Abend als „Partei des Hasses“, die Amerika und seine Menschen verachte. Trump sprach zum Abschluss von „linksradikalen“ Gegnern.
Der Zeitpunkt ist ungewöhnlich. Zum ersten Mal hielten die Republikaner ein solches Treffen vor Kongress-Zwischenwahlen ab und nicht vor einer Präsidentschaftswahl. Formale Parteiangelegenheiten standen nicht auf dem Programm, im Mittelpunkt stand die Mobilisierung der sogenannten MAGA-Basis. Knapp zwei Monate vor der Abstimmung im November drohe der Partei eine Niederlage, räumten die Republikaner selbst ein.
Vance warf den Demokraten am Vorabend des 25. Jahrestags der Anschläge vom 11. September vor, in ihren Reihen gebe es Politiker, die die Angriffe der Terroristen rechtfertigten. Er würdigte zudem den 2025 getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk. Trump verteidigte in einer fast zweistündigen Rede den Krieg gegen den Iran und nannte die Novemberwahl „eine der wichtigsten Wahlen in der Geschichte unseres Landes“. Für Aufsehen sorgte sein Versprechen, jeder erwachsene US-Bürger erhalte 5000 Dollar, rund 4300 Euro, falls die Republikaner beide Kammern des Kongresses behielten. Das Versprechen stieß sowohl bei Anhängern als auch bei Kritikern auf Skepsis.
Vances rund 50-minütiger Auftritt befeuerte Spekulationen über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028. Ob die Angriffe auf die Demokraten die sinkenden Zustimmungswerte drehen, bleibt offen. Trumps Beliebtheit hatte zuletzt auch wegen gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs gelitten.
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Zuspitzung mobilisiert die eigene Basis, treibt zugleich aber unentschlossene Wähler in der Mitte weg. Gerade diese Wechselwähler entscheiden in den umkämpften Distrikten über Mehrheiten, weshalb aggressive Rhetorik ein zweischneidiges Instrument ist. Was kurzfristig Reichweite schafft, kann mittelfristig die knappe Mehrheit kosten.
Wie die Demokraten auf die Vorwürfe reagieren, kommt in den Quellen kaum vor, ihre Antwort auf Vances Angriffe bleibt weitgehend ungehört. Auch belastbare Umfragewerte, die die mehrfach genannte drohende Niederlage beziffern würden, nennt keiner der Berichte.
US-Zwischenwahlen entscheiden über die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat und damit über Trumps Handlungsspielraum in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit. Historisch verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei Midterms fast immer Sitze, was den Mobilisierungsdruck auf die Republikaner erklärt.
Parteitage vor Zwischenwahlen sind in den USA praktisch unbekannt, und die Demokraten verzichteten demonstrativ auf ein eigenes Gegen-Treffen. Dass die Republikaner ihren Auftakt ausgerechnet auf den Vorabend des 25. Jahrestags von 9/11 legten und Vance den Gegner mit Verweis auf die Anschläge angriff, verband Wahlkampf und nationales Gedenken auffällig eng.