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Foto: Tagesspiegel

Inland·28. Juli 2026

Neue Hitzewelle erreicht DACH-Raum – Warnstufen und bis zu 40 Grad

Die Schweiz warnt ab Mittwoch regional vor grosser Hitzegefahr, in Deutschland erwartet der DWD bis zu 39 Grad und in Österreich sind bis zu 40 Grad möglich.

Der deutschsprachige Raum steht vor der zweiten intensiven Hitzewelle dieses Sommers. In der Schweiz warnt der Bund ab Mittwoch im südlichen Tessin, im Raum Basel und rund um den Genfersee mit der Gefahrenstufe vier vor grosser Gefahr. Für den Rest des Landes unterhalb von 800 Metern gilt Stufe drei, und die Warnung läuft vorerst bis zum 5. August.

Ausgelöst wird die Lage durch sehr heiße Luft aus Nordafrika, die über Südwesteuropa zu den Alpen strömt. Dieselbe Luftmasse hält derzeit Werte über 40 Grad auf der Iberischen Halbinsel. Für Österreich ist es die zweite Welle binnen eines Monats, nachdem Ende Juni an 157 von 277 Stationen der GeoSphere Austria die höchsten Juni-Werte seit Messbeginn registriert wurden, mit einem Spitzenwert von 40,1 Grad in Bad Deutsch-Altenburg.

Konkret erwartet der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch bis zu 38 Grad am Rhein und selbst an den Küsten 30 Grad, am Donnerstag dann bis zu 39 Grad. DWD-Meteorologe Markus Eifried riet dazu, die Nacht zum Mittwoch zum Durchlüften zu nutzen, es sei „die letzte kühle Nacht“. In Österreich sind am Donnerstag 30 bis 38 Grad zu erwarten, am Freitag bis zu 40 Grad, danach folgen im Flachland mehrere Tropennächte über 20 Grad. Für die Schweiz nennt SRF Meteo am Donnerstag lokal 39 Grad und verweist darauf, dass in Basel nur noch fünf Hitzetage zum Wert des Sommers 2003 fehlen. Der Bund rechnet in der heißesten Phase mit 36 Grad am Tag und 22 Grad in der Nacht.

Ab Donnerstag steigt in der schwülen Luft die Unwettergefahr, der DWD erwartet für Nordrhein-Westfalen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Wie stark die Gewitter ausfallen, ist offen. An der Trockenheit ändern einzelne Schauer nichts, denn dafür wäre nach Einschätzung der Meteorologen flächiger Dauerregen nötig, und der ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

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Was fehlt

Wie Kliniken, Pflegeheime und Betriebe auf die angekündigten Tage vorbereitet sind, kommt in keiner der Quellen vor. Auch Zahlen zu hitzebedingten Todesfällen der Juni-Welle, an denen sich das Risiko dieser Woche einordnen ließe, fehlen.

Redaktionelle Einordnung

Die Warnstufen des Bundes bemessen nicht die Tageshöchsttemperatur allein, sondern die gesundheitliche Belastung aus Hitze am Tag und fehlender Abkühlung in der Nacht, weshalb Tropennächte über 20 Grad den Ausschlag geben. Für Österreich ist es bereits die zweite Welle dieses Sommers, nachdem Klimatologen die Juni-Hitze mit Rekorden an 157 von 277 Messstationen als historisch eingestuft hatten.

Um die Ecke gedacht

Vor vier Wochen galt die Juni-Hitze mit 40,1 Grad in Bad Deutsch-Altenburg als Ausnahmeereignis. Nun kündigt sich dieselbe Größenordnung erneut an, und in Basel fehlen nur noch fünf Hitzetage bis zum Stand des als Jahrhundertsommer geltenden Jahres 2003. Der Sommer läuft noch bis September.