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Foto: t-online

Technologie·9. Juni 2026

Isar Aerospace sammelt 270 Millionen Euro fuer Spectrum-Rakete ein

Das Muenchner Start-up Isar Aerospace wirbt 270 Millionen Euro ein, um seine Spectrum-Rakete zur Serienreife zu bringen und in Serie zu produzieren.

Das Muenchner Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace hat 270 Millionen Euro frisches Kapital eingeworben. Mit dem Geld will das Unternehmen seine Traegerrakete Spectrum zur Serienreife bringen. Geplant ist eine Produktion von bis zu 40 Raketen pro Jahr.

Der Bedarf an unabhaengigem Zugang zum Weltraum ist in Europa gross. Bislang haengt der Kontinent stark von wenigen Anbietern und auslaendischen Startdiensten ab, waehrend in den USA private Unternehmen wie SpaceX den Markt praegen. Isar Aerospace zaehlt zu den am hoechsten bewerteten europaeischen Raumfahrt-Start-ups und gilt als Hoffnungstraeger fuer eine eigenstaendige europaeische Startkapazitaet. Mit der neuen Runde fliesst weiteres Kapital in dieses Ziel.

Unter den neuen Investoren sind die Risikokapitalgeber Island Green Capital aus den USA und Molten Ventures aus Grossbritannien. Das eingeworbene Geld soll auch den Bau eines zweiten Startplatzes in Kanada vorbereiten. Bisher hat Isar Aerospace allerdings erst eine einzige Testrakete gestartet. Sie stuerzte kurz nach dem Abheben ab, ein im Raketenbau nicht ungewoehnliches Ergebnis bei einem Erstflug.

Die Serienreife der Spectrum-Rakete steht damit noch aus. Ob das Start-up die angestrebte Stueckzahl erreicht, haengt von kommenden Testfluegen ab. Mit der Finanzierung waechst zugleich der Druck, technische Fortschritte zu liefern.

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Redaktionelle Einordnung

Europa verfuegt bislang ueber keinen voll einsatzfaehigen privaten Anbieter kleiner Traegerraketen und ist beim Zugang zum All von wenigen Akteuren abhaengig. Start-ups wie Isar Aerospace sollen diese Luecke schliessen und eine eigenstaendige europaeische Startkapazitaet aufbauen.

Um die Ecke gedacht

Auffaellig ist, dass ein Unternehmen, das bisher nur einen abgestuerzten Testflug vorweisen kann, dreistellige Millionenbetraege einsammelt. Das zeigt, wie stark Investoren auf strategische Souveraenitaet in der Raumfahrt setzen, getrieben auch von der Abhaengigkeit Europas von US-Startdiensten.