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Zwei Feuerwehrleute sterben bei Waldbränden – Südeuropa kämpft gegen Flammen
Zwei Feuerwehrleute sterben bei einem Brand nahe dem Flughafen Bordeaux, während in Frankreich, Spanien und Italien tausende Menschen vor Waldbränden fliehen.
Zwei Feuerwehrleute sind in Südwestfrankreich gestorben, als sie einen Brand nahe dem internationalen Flughafen von Bordeaux bekämpften. Das Feuer brach nach Angaben französischer Medien an einem der Parkplätze aus und griff anschließend auf ein Gebäude über. Rund hundert Feuerwehrleute, mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber wurden zusammengezogen, mehrere Zufahrten zum Flughafen wurden gesperrt und Flüge verspäteten sich.
Der Brand bei Bordeaux ist Teil einer Serie von Feuern, die Südeuropa seit Wochen beschäftigen. Innenminister Laurent Nuñez sprach den Familien der Getöteten sein Beileid aus. Präsident Emmanuel Macron erklärte bereits vergangene Woche, Frankreich habe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht so viele Brandausbrüche im ganzen Land zugleich verzeichnet. Bis Mitte Juli erreichte die zerstörte Fläche einen Rekordwert.
Parallel spitzte sich die Lage andernorts zu. Im südostfranzösischen Departement Var mussten 400 Menschen ihre Häuser verlassen, fast tausend Feuerwehrleute rückten aus. Auf Sizilien trieben starke Winde die Flammen dicht an bewohnte Gebiete, zahlreiche Bewohner verließen vorsorglich ihre Häuser, tausende Menschen wurden von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. In Spanien bezeichnete der Regionalpräsident von Kastilien-La Mancha ein Feuer bei Madrid als besonders schwer zu bekämpfen.
Die Behörden mehrerer Länder koordinieren ihre Einsatzkräfte über Grenzen hinweg. Ob sich die Wetterlage mit hohen Temperaturen und Wind entspannt, entscheidet über den weiteren Verlauf. Offen bleibt, wie viele der laufenden Brände in den kommenden Tagen unter Kontrolle gebracht werden können.
Der Mittelmeerraum gehört zu den Regionen, in denen Hitzewellen früher einsetzen und länger andauern. Längere Trockenperioden trocknen Vegetation aus und verlängern die Waldbrandsaison, die in Südeuropa inzwischen bereits im Frühsommer beginnt statt erst im Hochsommer.
Dass ein tödlicher Brand ausgerechnet an einem Flughafenparkplatz begann und nicht im Wald, verweist auf ein bekanntes Muster: Ein großer Teil der Vegetationsbrände entsteht in der Nähe menschlicher Infrastruktur. Ob der Rekord an zerstörter Fläche allein auf das Wetter zurückgeht oder auch auf Zündquellen entlang von Straßen, Bahnlinien und Parkplätzen, dürfte die Aufarbeitung zeigen.