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Foto: New York Times

Welt·22. Juli 2026

Verzweifelte Suche nach Erdbebenopfern in Venezuela – Zahl der Toten steigt

Wochen nach den Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Toten auf 5.278, während über 50.000 Menschen vermisst bleiben und Familien in Trümmern suchen.

Wochen nach zwei schweren Erdbeben durchsuchen Familien in Venezuela noch immer die Trümmer ihrer Häuser nach vermissten Angehörigen. Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist auf 5.278 gestiegen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als 50.000 Menschen weiter vermisst werden.

Die beiden Beben mit Stärken von 7,2 und 7,5 hatten das Land im vergangenen Monat erschüttert. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, darunter mehrstöckige Wohnhäuser. Die große Zahl der Vermissten im Verhältnis zu den geborgenen Toten zeigt, wie langsam die Suche unter den Trümmern vorankommt. Für viele Familien bedeutet das ein Warten ohne Gewissheit, oft ohne professionelle Hilfe vor Ort.

Ein Beispiel steht für viele. Der 17-jährige Winder Delfín und sein 15-jähriger Bruder Deivi suchen seit 24 Tagen nach ihrer Mutter, ihrem jüngeren Bruder und ihrer Großmutter. Die drei lebten im Erdgeschoss eines zwölfstöckigen Gebäudes, das bei den Beben einstürzte. Tag für Tag kehren die Brüder an die Trümmerstelle zurück. Ihre Geschichte verdeutlicht, wie viele Menschen selbst Wochen nach der Katastrophe keine Antwort auf die Frage nach dem Schicksal ihrer Angehörigen haben.

Wie viele der Vermissten noch gefunden werden, ist offen. Der Wiederaufbau und die Versorgung der Überlebenden dürften das Land über Monate beschäftigen.

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Redaktionelle Einordnung

Zwei Beben der Stärken 7,2 und 7,5 zählen zu den schwersten in der Geschichte Venezuelas und trafen dicht besiedelte Gebiete mit mehrstöckigen Wohnhäusern. Die Diskrepanz zwischen 5.278 bestätigten Toten und über 50.000 Vermissten zeigt, dass die Bergungsarbeiten selbst Wochen später weit von einem Abschluss entfernt sind.