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Welt·22. Juli 2026

Fährunglück vor Guyana: Zahl der Toten steigt auf 53

Nach dem Kentern einer überladenen Fähre in Guyana steigt die Zahl der Toten auf 53, das 87 Jahre alte Schiff hatte 179 Menschen an Bord.

Frühere Artikel
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  • Fähre „Barima“ mit 133 Menschen vor der Küste Guyanas gesunken – Dutzende vermisst

Die Zahl der Toten nach dem Kentern einer Fähre in Guyana ist auf mindestens 53 gestiegen. Das Schiff war am Samstagabend umgeschlagen. Überlebende schilderten anschließend Szenen des Schreckens an Bord.

Das Unglück hat sich zu einer der schwersten Fährkatastrophen in der Geschichte des südamerikanischen Landes entwickelt. Das betroffene Schiff war 87 Jahre alt. Nach den ersten Meldungen war von deutlich weniger Opfern und einer Reihe von Vermissten die Rede, bevor die Behörden die Zahl der geborgenen Toten nach oben korrigierten.

Entscheidend für das Ausmaß war offenbar die Überladung. Nach Angaben von Al Jazeera befanden sich 179 Menschen an Bord, weit mehr als die gelisteten 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder. Die Diskrepanz zwischen Passagierliste und tatsächlicher Belegung erschwert bis heute die genaue Bestimmung der Zahl der Vermissten.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Frage, wie ein derart altes Schiff so viele Menschen befördern konnte. Wie viele Passagiere noch vermisst werden, blieb zunächst offen. Die Bergungsarbeiten dauerten an.

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Redaktionelle Einordnung

Guyana ist von einem dichten Netz aus Flüssen und Mündungsarmen durchzogen, weshalb Fähren für viele Gemeinden das wichtigste Verkehrsmittel sind. Überladung und veraltete Boote gelten in der Region seit Langem als bekanntes Sicherheitsrisiko.

Um die Ecke gedacht

179 Menschen an Bord, aber nur 133 auf der Liste: Die Lücke von 46 Personen ist kein Detail, sondern der Kern des Problems. Wenn die tatsächliche Belegung eines 87 Jahre alten Schiffs von keiner Stelle erfasst wird, lässt sich weder die Sicherheit im Vorfeld kontrollieren noch die Zahl der Vermissten im Nachhinein zuverlässig bestimmen.